Unsere Kinder erfragen stets unvoreingenommen die Welt und stehen ihr immer wieder fragend und staunend gegen.

Sie stellen Grundfragen nach Anfang und Ende. In ihrer Konstruktion der Welt und ihrem Wissendrang werden sie zu kleinen Philosophen. Unsere Kinder sollen in unserem Kinderhaus vertrauensbildende Grunderfahrungen machen, welche für das Leben tragend sind.

Frau Pfarrerin Ulrike Lorentz, Röttenbach

Jedes Kind hat ein Recht auf religiöse Bildung. Durch die Begegnung mit dem christlichen Glauben wollen wir den Kindern inneren Halt, Vertrauen und Orientierung für das Leben vermitteln. Die Kinder sollen kindgerechte und ganzheitliche Erfahrungen machen mit den Geschichten der Bibel, mit christlichen Ritualen und Festen, mit verschiedenen Glaubensformen, religiöser Sprache und christlichen Werten.

Die Kinder werden ermutigt, wichtige Fragen zu stellen z.B. Gibt es eine unsichtbare Welt? Gibt es Gott?, was kommt nach dem Tod?, und es werden gemeinsam Antworten gesucht.

Die achtsame Begleitung in wichtigen Situationen ist ein wesentlicher Baustein unseres pädagogischen Verständnisses.

Kennzeichnend für unser evangelisches Profil ist in jedem Fall die Orientierung am christlichen Menschenbild, das folgende Aspekte einschließt:

  • Wertschätzung jeder Person (auch der Pädagogen)
  • Das Kind als Subjekt der Bildung
  • Vielfalt als Chance
  • Offenheit für andere Religionen
  • Ganzheitlichkeit- Kreativität
  • das Beziehungsgeschehen steht im Vordergrund
  • Lernen aus Konflikten
  • der konstruktive Umgang mit Fehlern/ Schuld
  • Bezug zu christlichen Ritualen
  • Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde

Die Schwerpunktsetzung auf inklusive Bildung und Erziehung und die Offenheit und Stärkung einer interkulturellen und interreligiösen Bildung und Erziehung entsprechen also der Orientierung am christlichen Menschenbild.

Unsere religionspädagogische Praxis

Das evangelische Profil unseres Kinderhauses zeigt sich nicht nur durch explizite Religionspädagogik und geplante religionspädagogische Angebote, sondern besonders durch den alltäglichen Umgang untereinander: im pädagogischen Team, mit dem Träger, mit den Eltern und vor allem gegenüber den Kindern.

Es geht vor allem darum, dass die Kinderhauskinder wahrgenommen und wertgeschätzt werden, wie sie sind- aber auch, dass Pädagogen, Eltern, Trägervertreter (Geschäftsführung), etc. Wertschätzung erfahren.

Mit großer Unterstützung unserer Pfarrerin (und ehrenamtlichen Mitarbeitern unserer Kirchengemeinde), machen wir uns gemeinsam auf den Weg, Antworten zu finden und den christlichen Glauben als Gemeinschaft zu erkunden. Frau Pfarrerin Ulrike Lorentz begleitet uns auf diesem Weg „mit einem Licht der Hoffnung, einem wärmenden Lächeln im Herzen und der sehr gefräßigen Schnecke Cora“, indem sie…

  • mit den Krippenkindern und Kindergartenkindern ca. vier Mal im Jahr einen Gottesdienst feiert (Franziskushaus),
  • Familiengottesdienste der Kirchengemeinde gemeinsam mit den Kinderhauskindern gestaltet (z.B. Advent)
  • alle Kinderhausgruppen regelmäßig besucht und situativ- orientierte, sowie auch kalendarische Bibelgeschichten erzählt und erarbeitet (z.B. Nächstenliebe, jeder ist einzigartig, ich bin wunderbar gemacht, Gottes Schöpfung bewahren,…)
  • mit uns die Feste im Kirchenjahr gestaltet und feiert (Advent, Weihnachten, Ostern, Erntedank, St. Martin,…)
  • Projekte gemeinsam mit den Pädagogen initiiert (z.B. Krippenprojekt im Advent, Krippenspiel, mit Kindern über den Tod reden, etc.)

Im Kinderhausjahr 2018/2019 nimmt das Evang. Montessori- Kinderhaus an dem Projekt „Mit Kindern durch das Kirchenjahr“ teil, bei dem wir uns besonders mit den Festen und vor allem dem Feiern dieser christlichen Feste widmen- mit dem Herz bei der Sache, ohne Druck und (Vorweihnachts-)Stress und mit ganz viel Freude. Zu diesem Projekt hat sich ein Arbeitskreis innerhalb des pädagogischen Teams mit unserer Pfarrerin gegründet und lädt nicht nur die Eltern als Erziehungspartner, sondern die ganze Familie zu einem besonders „reichen“ Jahr ein.